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Feuerlöscher in der Brandschutzhelfer-Ausbildung: Welche werden verwendet?

Feuerlöscher in der Brandschutzhelfer-Ausbildung sollen Funktion, Leistungsfähigkeit und Grenzen realitätsnah erfahrbar machen. Es geht nicht darum, möglichst viele Geräte leerzusprühen. Verwendet werden speziell geeignete Übungsfeuerlöscher – nicht die für den Ernstfall im Betrieb bereitgestellten oder bereits ausgesonderten Geräte.


Teilnehmer übt den Einsatz eines CO2-Feuerlöschers am Brandsimulator


Die Kurzantwort

Die im Betrieb für den Ernstfall bereitgestellten Feuerlöscher dürfen nicht für Übungen verbraucht werden. Auch technisch ausgesonderte Geräte sind keine sicheren Übungsfeuerlöscher.

Für praktische Löschübungen kommen speziell hergestellte oder dauerhaft als Übungsgeräte gekennzeichnete Feuerlöscher zum Einsatz. Häufig arbeiten Ausbildungseinrichtungen mit wiederbefüllbaren Wasser-Übungsfeuerlöschern an gasbetriebenen Brandsimulationsgeräten. Im Freien können auch gewartete CO₂-Feuerlöscher integriert werden.

Welche Bauart sinnvoll ist, hängt auch von den Geräten im Unternehmen ab. Ein Aufladefeuerlöscher wird anders aktiviert als ein Dauerdrucklöscher. Die DGUV empfiehlt deshalb, bei der Ausbildung Bauarten und Funktionsweisen zu verwenden, die den betrieblich vorhandenen Geräten entsprechen.


Wasser-Übungsfeuerlöscher am Brandsimulator

Spezielle Übungsfeuerlöscher lassen sich wiederholt befüllen und sind für häufige Auslöse- und Entladezyklen ausgelegt. Als Übungsmedium wird häufig Wasser verwendet. Das reduziert gegenüber Löschpulver oder Schaummittel die Umwelt- und Gesundheitsbelastung und erleichtert die Reinigung des Übungsplatzes.

Der Brandsimulator erzeugt ein kontrolliertes Flammenbild. So können Abstand, Annäherung, Windrichtung, stoßweiser Löschmitteleinsatz und der sichere Rückzug trainiert werden. Das Übungsszenario vermittelt Bedienung und Löschtaktik, ersetzt aber nicht die Erklärung der unterschiedlichen Löschwirkungen im Betrieb.


Wann CO₂-Feuerlöscher eingesetzt werden

CO₂-Feuerlöscher dürfen nach den DGUV-Hinweisen bei Löschübungen im Freien eingesetzt werden. Teilnehmende erleben dabei die kurze Funktionsdauer, die begrenzte Reichweite und den sehr kalten Austritt des Löschmittels. CO₂ darf niemals auf Personen gerichtet werden; an der Düse kann das Löschmittel mit etwa minus 79 Grad Celsius austreten.

Der Einsatz im Freien ist auch deshalb wichtig, weil CO₂ in kleinen oder schlecht belüfteten Räumen eine lebensgefährliche Erstickungsgefahr verursachen kann. Wer CO₂-Geräte im Betrieb vorfindet, muss deshalb nicht nur ihre Vorteile für sensible elektrische Anlagen kennen, sondern auch Raumgröße, Lüftung und Personengefährdung berücksichtigen.


Was ist mit Pulver-, Schaum- und Fettbrandlöschern?

Die Wirkungsweise und Eignung der im Unternehmen vorhandenen Löschmittel gehören in den Theorieteil. Je nach Gefährdung können besondere Geräte praktisch erklärt oder in die betriebliche Einweisung aufgenommen werden. Ein tatsächliches Versprühen aller Löschmittel ist weder erforderlich noch sinnvoll.

Bei Pulver entstehen Sichtbehinderung, Verschmutzung und unnötige Belastungen. Schaummittel sind nicht pauschal für Übungszwecke geeignet. Fett- oder Metallbrandrisiken erfordern fachlich geplante Spezialinhalte. Entscheidend ist, dass die Teilnehmenden das richtige Gerät auswählen und seine Grenzen kennen.

  • Brandklasse und Löschmitteleignung anhand der Kennzeichnung prüfen.

  • Aktivierungsweise der betrieblichen Geräte erklären.

  • Elektrische Anlagen, Fette, Metalle oder Gase als Sonderrisiken behandeln.

  • Leistungsgrenzen und Abbruchkriterien praktisch vermitteln.


Warum ausgesonderte Feuerlöscher nicht verwendet werden

Ein Feuerlöscher wird aus technischen Gründen ausgesondert, weil seine sichere Funktion nicht mehr gewährleistet ist. Gerade die wiederholte Druckbeaufschlagung und Entleerung bei Übungen beansprucht das Material. Die DGUV bewertet den Einsatz technisch ausgedienter Geräte deshalb ausdrücklich als ungeeignet.

Auch Übungsfeuerlöscher müssen regelmäßig geprüft, gewartet und nach Herstellerangaben betrieben werden. Die Übungsleitung trägt Verantwortung für Auswahl, Zustand und sichere Verwendung. Eine geplante Gefährdungsbeurteilung für die Löschübung gehört ebenfalls dazu.



Verschiedene Feuerlöscher für die praktische Brandschutzhelfer-Ausbildung

Woran Unternehmen eine gute praktische Ausbildung erkennen

Eine fachgerechte Ausbildung erklärt vor der Übung die Geräte, sichert den Übungsbereich und lässt jede Person selbst handeln. Die Teilnehmenden erhalten Rückmeldung zu Haltung, Abstand, Windrichtung und eigener Sicherheit. Einzelne Beschäftigte können dafür einen zentralen Termin zur Brandschutzhelfer-Ausbildung buchen.

Nach dem allgemeinen Kurs folgt die Verbindung zum Betrieb: Welche Feuerlöscher hängen tatsächlich vor Ort? Wie werden sie ausgelöst? Welche Brandklassen decken sie ab? Wo gelten besondere Einschränkungen? Erst diese Einweisung macht die Übung für den Ernstfall nutzbar. Die Brandschutzhelfer-Ausbildung in München verbindet diese Grundlagen mit einer eigenen praktischen Feuerlöscherübung.

  • Geeignete, gewartete und klar gekennzeichnete Übungsfeuerlöscher

  • Kontrolliertes Übungsfeuer und abgesicherter Übungsplatz

  • Eigene praktische Übung für jede teilnehmende Person

  • Bezug zu Bauart und Bedienung der betrieblichen Geräte

  • Klare Grenzen: Alarmieren, Fluchtweg sichern, Eigengefährdung vermeiden

Häufige Fragen

Wird in der Ausbildung mit echten Feuerlöschern gearbeitet?

Ja, die Handhabung erfolgt praktisch mit geeigneten Feuerlöscheinrichtungen. Verwendet werden speziell für Übungen vorgesehene, sichere Geräte – nicht die einsatzbereiten Feuerlöscher aus dem Betrieb.

Muss jeder Teilnehmende selbst löschen?

Die DGUV verlangt praktische Übungen und ausreichend Übungszeit für jede Person. Nur Zuschauen vermittelt die individuelle Handhabung und Reaktion des Geräts nicht vollständig.

Kann ein alter Feuerlöscher für die Übung genutzt werden?

Nein. Technisch ausgesonderte Feuerlöscher sind für Übungen ungeeignet. Übungsgeräte müssen dafür vorgesehen, funktionsfähig und fachgerecht geprüft sein.

Quellen und fachlicher Stand

Feuerlöscher bedienen, Wirkung verstehen, Grenzen erkennen

Praxis mit sicheren Übungsgeräten

In der praktischen Brandschutzhelfer-Ausbildung führt jede Person den Löschvorgang unter fachkundiger Anleitung selbst durch.

 
 
 

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